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07. Dezember 2009

UN-Klimagipfel: Koch-Weser fordert Transparenz, Langlebigkeit und Sicherheit

Den Kunden der Deutschen Bank ist daran gelegen, dass die anstehende Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Kopenhagen einen Rahmen schaffen wird, der ihnen Transparenz, Langlebigkeit und Sicherheit bietet, so Caio Koch-Weser.

In einem Interview mit Bloomberg erklärte der Vice Chairman der Deutschen Bank und Leiter des Environmental Steering Committee (ESC), ein solcher Rahmen sei notwendig, um Kunden zu Investitionen in saubere Technologien zu bewegen.

„Unsere Kunden sind sich der Tatsache bewusst, dass saubere Technologie das Potenzial besitzt, die Weltwirtschaft zu verändern und über Jahrzehnte hinweg beträchtliches Wachstum zu generieren, genau wie es die Informationstechnologie im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts getan hat. Sie wollen an diesem Wachstum teilhaben“, teilte er gegenüber Bloomberg mit.

Laut Koch-Weser ist ein starkes Abkommen auf dem Klimagipfel, der vom 7. bis 18. Dezember in Kopenhagen stattfindet, auch für die Deutsche Bank von entscheidender Bedeutung, schließlich würde es der Bank helfen, das Potenzial bei jenen Geschäften auszuschöpfen, für die sie sich einen Namen gemacht hat: gewinnbringende Investitionen, Innovation und die erschwingliche Bereitstellung von CO2-armen Produkten und Dienstleistungen für Kunden in aller Welt.

„Ein starkes Abkommen (in Kopenhagen) ist entscheidend, um die Regeln, Preissignale und Risiko-Rendite-Anreize zu schaffen, die die Wirtschaft benötigt“, so Koch-Weser. „Als großer internationaler Konzern sind wir entschlossen, in diesem so wichtigen Bereich eine Führungsrolle einzunehmen, indem wir rund um den Gipfel in Kopenhagen den Dialog mit politischen Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit suchen.“

Die Deutsche Bank unterstütze seit langem die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel, darunter die Notwendigkeit, die globalen Emissionen bis 2050 um 50 % zu reduzieren, wie Koch-Weser verdeutlichte. „Vor allem aber befürworten wir die Formulierung einer Reihe von Zwischenzielen bis dahin im Zusammenhang mit CO2-armem Wachstum. Zudem setzen wir uns für die Schaffung aller erforderlichen Voraussetzungen für eine kohlenstoffarme Welt ein – von der Finanzierung und Verbreitung von Technologien bis hin zur Überwachung, Berichterstattung und Verifizierung. In Kopenhagen werde ich diese Ziele im Namen der Deutschen Bank vertreten.“

Trotz der gegenwärtigen Rezession ist Koch-Weser zuversichtlich, dass der Klimagipfel in Kopenhagen „zu einem ein starken politischen Übereinkommen fühen kann, das 2010 in einen rechtsverbindlichen Text umgesetzt wird“.

Es gebe viele Gründe für diesen Optimismus, darunter das Versprechen von US-Präsident Barack Obama, die Emissionen bis 2020 um 17 % und bis 2050 um 83 % zu reduzieren, sowie Chinas jüngste Ankündigung, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2020 auf BIP-Basis um 40 - 45 % zu senken. „Andere Nationen und Regionen – darunter Brasilien, Indien, Japan, Indonesien und die EU – unternehmen ebenfalls sehr vielversprechende Schritte.“



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Letzte Änderung: 22.7.2010
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