Die Deutsche Bank wird von international führenden Nachhaltigkeitsratingagenturen wie etwa EIRIS-imug, oekom research, Sustainable Asset Management (SAM), sustainalytics und vigeo bewertet. Der Carbon Disclosure Leadership Index (CDLI) der gemeinnützigen Organisation Carbon Disclosure Project (CDP) bewertet zudem die Transparenz in Hinblick auf direkte und indirekte Klimaschutzdaten.
Die Ratings dienen auch einem internen Zweck: Sie helfen uns dabei herauszufinden, wo unser Unternehmen noch besser werden kann und wie wir unsere Geschäftsprozesse in Hinblick auf die Nachhaltigkeit optimieren können. Das gilt auch für die Ausgestaltung von Produkten und Dienstleistungen sowie die Schaffung von nachhaltigkeitsrelevanten Richtlinien und internen Prozessen.
Im Carbon Disclosure Leadership Index (CDLI) erreichte die Deutsche Bank in diesem Jahr 73 von 100 Punkten. Auf Platz 2 rückte die Deutsche Bank im Nachhaltigkeitsrating von Sustainalytics vor, einer der international führenden Nachhaltigkeitsagenturen. Insgesamt wurden dort 93 internationale Finanzdienstleister untersucht. Auch im SAM-Nachhaltigkeitsrating schnitt die Deutsche Bank im Vergleich zum Vorjahr noch besser ab, sowohl in den Einzelbereichen Ökonomie, Ökologie und Soziales als auch in der Gesamtwertung.
Die positiven Bewertungen führten wie in den Vorjahren zur Listung der Aktie unseres Unternehmens in folgenden Nachhaltigkeitsindizes:
Die Deutsche Bank hat ihre Position im Nachhaltigkeitsrating von Sustainalytics weiter verbessert: Von Platz vier im Vorjahr rückte sie auf Platz zwei vor. Sustainalytics gehört zu den international führenden Nachhaltigkeitsagenturen und untersuchte 2009 insgesamt 93 internationale Finanzdienstleister.
Die Sustainalytics-Untersuchung folgt dem ESG-Ansatz und prüft die Bereiche Environment (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung). Die Deutsche Bank konnte besonders im Bereich Umwelt punkten. Hier wirkten sich der striktere ökologische Standards bei der Kreditvergabe, der wachsende Einsatz erneuerbarer Energien, und die detaillierten Programme zum Abbau von Treibhausgasen positiv aus. Spitzennoten erhielt die Deutsche Bank ebenso für ihre Sozialstandards im Kreditgeschäft. Als überzeugend gewertet wurden auch die Strategie der Bank zur Verhinderung von Korruption und Bestechung.
Auch im branchenübergreifenden Vergleich der börsennotierten Unternehmen im DAX 30 schneidet die Deutsche Bank überdurchschnittlich gut ab. Im Bereich Umwelt liegt sie hinter BMW auf Position zwei, im Gesamtvergleich auf Platz zehn.
Die Sustainalytics GmbH ist auf die Analyse und Bewertung der Nachhaltigkeitsleistungen von Unternehmen und Ländern spezialisiert. Sie firmierte bis Ende 2008 unter dem Namen scoris und ist Teil der niederländischen Sustainalytics BV, die mehrheitlich der Triodos Bank gehört.
Das Corporate Sustainability Assessment der SAM (Sustainabilty Asset Management) Group bescheinigt der Deutschen Bank im Jahr 2010 weitere Fortschritte auf allen Feldern der Nachhaltigkeit. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Bank ihre Punktzahl sowohl in der Gesamtwertung als auch in den drei Nachhaltigkeitsdimensionen Ökonomie, Ökologie und Soziales steigern. Wie schon 2009 erzielte die Bank vor allem im Umweltbereich ein hervorragendes Ergebnis: Mit 82 Prozent lag die Deutsche Bank nahe am Branchenführer in diesem Bereich, der 87 Prozent erreichte. Insgesamt gehört die Deutsche Bank damit zu den zehn Prozent der Unternehmen im Finanzsektor, die Nachhaltigkeit am besten in ihr Kerngeschäft integrieren.
Die Nachhaltigkeitsratings der SAM-Group bilden die Grundlage für die Dow Jones Sustainability Indexes (DJSI) und bieten Vermögensverwaltern anerkannte Benchmarks für nachhaltigkeitsbezogene Investitionen. Das Unternehmen gehört zum Asset Manager Robeco, der eine Tochtergesellschaft der Rabobank-Gruppe ist. Für das Corporate Sustainability Assessment analysiert die SAM Group jährlich mehr als 2.000 börsennotierte Unternehmen. Für das Ergebnis wird die Bewertung jedes einzelnen Unternehmens ins Verhältnis gesetzt zum Branchenschnitt und zu dem besten und schlechtesten Unternehmen in der untersuchten Branchengruppe. Zu Grunde gelegt ist eine Skala von Null bis 100 Prozent.
Ausgezeichnete Werte bekam die Deutsche Bank für die Umweltpolitik und das Managementsystem sowie für das Umweltreporting (jeweils 97 Prozent). Weitere Spitzenwerte innerhalb der Branche erreichte sie für ihr Risiko- und Krisenmanagement, ihre Nachhaltigkeitsstandards für Lieferanten sowie für ihre Personalentwicklung. Bei allen Kriterien liegt sie oberhalb des Branchenschnitts. Die Deutsche Bank ist seit 1999 im DJSI World und im DJSI Europe vertreten.
Die Deutsche Bank hat ihre Position in der Rangliste des diesjährigen Carbon Disclosure Leadership Index (CDLI) des Carbon Disclosure Projects verbessert. Sie erreichte 73 von 100 Punkten, nach 66 Punkten im Vorjahr. Die Bewertung berücksichtigt Angaben zu direkten und indirekten Treibhausgasemissionen, die Analyse von Risiken und Chancen sowie die Etablierung von Prozessen, um auf die Herausforderungen des Klimawandels reagiert zu können.
Der Index des Carbon Disclosure Projects (CDP) bewertet die Transparenz von direkten und indirekten Klimaschutzdaten. Dazu erhebt CDP jährlich Daten von über 4.700 großen Unternehmen in 50 Ländern. In diesem Jahr zählten dazu weltweit 119 Finanzunternehmen, darunter 49 Banken. Das CDP unterhält die weltweit größte Datenbank zu Klimadaten von Unternehmen.
Das CDP wurde im Jahr 2000 in London gegründet und ist seit 2006 auch in Deutschland tätig. Ziel der unabhängigen internationalen Organisation ist es, den Umgang der Unternehmen mit CO2-Emissionen als wichtigen ökonomischen Erfolgs- und Risikofaktor zu etablieren. Dazu bewertet das CDP auch, inwiefern die Unternehmen die Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf den Klimawandel aufgreifen und in ihrer Berichterstattung erfassen. Die Organisation erhebt die Daten im Namen von über 500 institutionellen Investoren. Die Ergebnisse werden dem Kapitalmarkt zur Verfügung gestellt. Die Teilnahme an der Datenerhebung ist für die Unternehmen freiwillig.
Für die nahe Zukunft erwartet das CDP dem aktuellen Bericht zufolge sowohl Chancen als auch Risiken für den Finanzsektor. Neue Finanzprodukte mit Bezug auf den Klimawandel sowie verantwortungsbewusste Investitionen in innovative Technologien können zu Mehreinnahmen führen. Gleichzeitig bringen strengere Richtlinien und Gesetze sowie die dadurch möglicherweise entstehenden Reputationsverluste auch Risiken mit sich.