Derzeit bauen wir eine globale Datenbank auf, in die sämtliche Umweltkennzahlen aller Standorte eingehen sollen. Auf diese Datenbank ist ein 2009 neu eingeführtes Datenmanagementverfahren zugeschnitten, das die systematische Erfassung und Auswertung unserer Verbrauchsdaten ermöglicht. Zudem können Informationen aus Rechnungen auch rückwirkend in die Datenerhebung einbezogen werden.
Seit Anfang 2009 erfassen wir jährlich fast 55.000 Rechnungen und halten monatliche Auswertungen des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen in unseren Gebäuden bereit. Zukünftig wird uns eine einheitliche Prüfungs- und Berichtsplattform für rund 90 Prozent unseres gesamten Energieverbrauchs und unseres CO2-Fußabdrucks zur Verfügung stehen. Zum Jahresende 2009 nähern wir uns diesem Ziel wie geplant an; an 1.608 Standorten kann der Energiebedarf der Gebäude kontinuierlich gemessen werden.
Aufgrund unterschiedlicher regionaler Gegebenheiten, Vertragsstrukturen und rechtlicher Vorgaben konzentrieren wir die detaillierte Erfassung und Publikation unserer Umweltdaten in den Bereichen Energie, Wasser, Abfall, Papier und Mobilität auf unsere Standorte in Deutschland, Großbritannien und New York.
Die Verbrauchsdaten werden monatlich bzw. jährlich erhoben. Daten, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vorliegen werden im darauffolgenden Jahr mit berücksichtigt. Dadurch kann es rückwirkend zu Veränderungen der Verbrauchszahlen nach oben oder unten kommen.
Der unabhängige Prüfer ERM Certification and Verification Services, London kam bei der Überprüfung unserer Prozesse für die Umweltdaten 2009 zu dem Ergebnis, dass die Umweltleistung der Bank angemessen wiedergegeben wird.
In Deutschland erheben wir für 35 Standorte (alle mit mehr als 4.000 qm Mietfläche) die Energie- und Wasserverbrauchsdaten sowie die Abfallmengen. Damit sind mindestens 42% der Flächen und 52 % der Mitarbeiter direkt erfasst. Für alle anderen Standorte werden die Zahlen auf Basis der Daten der Standorte zwischen 4.000 – 10.000 qm hochgerechnet. Die Hochrechnung erfolgte in der Vergangenheit über die Zahl der Mitarbeiter. Um die Datenberechnung global zu vereinheitlichen, wurden für 2009 in Deutschland wie bereits in Großbritannien und für den Carbon Footprint die Energie- und Wasserverbrauchsmengen über die Fläche hochgerechnet. Hieraus erklären sich die in der Tabelle zum Teil deutlich veränderten Verbrauchszahlen im Vergleich zum Vorjahr. Das Abfallaufkommen in Deutschland rechnen wir weiterhin über die Zahl der Mitarbeiter hoch, da die Abfallmengen maßgeblich von der Zahl dieser Mitarbeiter abhängen. Der Abfall wird größtenteils als Volumen erfasst. Die Umrechnung in Gewicht erfolgt auf Basis der Dichtefaktoren des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung. Dort wurden die Dichtefaktoren geändert, was zu deutlichen Veränderungen bei den Abfallmengen führte. Um die Vergleichbarkeit der Daten sicherzustellen, haben wir die Zahlen für die Jahre 2007 und 2008 an die neue Berechnungsmethode und die geänderten Dichtefaktoren angepasst.
Dichtefaktoren für den europäischen Abfallkatalog EAV / PDF 270 KB

In Großbritannien lagen für einen Großteil der Standorte Verbrauchsdaten für Energie und Wasser vor (zu 85 %). Die fehlenden Daten wurden über die Fläche hochgerechnet. Abfalldaten lagen bisher nur für die Standorte in London vor. Aufgrund sehr effektiver Maßnahmen bei der Abfalltrennung lassen sich diese Daten zurzeit nicht auf Großbritannien übertragen. Eine Hochrechnung wurde aus diesem Grund nicht durchgeführt.
An dem Standort New York, 60 Wall Street lagen zum Zeitpunkt der Datenerhebung nicht alle Monatsverbrauchsdaten des Vorjahres zur Verfügung. Die fehlenden Daten wurden anhand des letzten vorliegenden Monatswertes aus dem Jahr 2008 und der Verbrauchsentwicklung in 2009 geschätzt.